Seit meinem bisherigen Aufenthalt kann ich schon etwas Japan und Europa vergleichen. Hier eine kleine Liste welche Unterschiede mir hierzulande gefallen und welche eher nicht:
Pros
Essen – Viel gesünder und schmackhafter als in Europa. Kaum fetttriefendes und übersalzenes Essen. Süssigkeiten ebenfalls sehr leicht. Das Obst hier ist größer, saftiger und geschmackvoller.
Hygiene – Alles supersauber und die Toiletten sind einfach praktischer (siehe Blog von gestern). Die Straßen sind ebenfalls sehr sehr sauber – ich traue mich sogar zu behaupten, dass meine Wohnung gelegentlich nicht ganz so sauber ist. In den Kaufhäusern ist pro Stockwerk eine Mitarbeiterin damit beschäftigt, die Handläufe der Rolltreppen mit einem feuchten Tuch zu desinfizieren…
Preise - Für 500 Yen (3,25€) kann man sich im Supermarkt einiges kaufen: z.B. eine kleine Jause+Getränk+Süßigkeiten. Auch an fast jeder Straßenecke kann man eine Hauptspeise für 500 Yen zu sich nehmen.
Öffnungszeiten – Japan schläft nie! Fast überall gibt es kleine Supermärkte die 24 Stunden, 7 Tage die Woche geöffnet haben. Am Sonntag haben ebenfalls alle Geschäfte geöffnet. Auch an jeder Straßenecke gibt es Automaten mit Getränken und Snacks. In und rund um die U-Bahn- und Schnellbahnstationen gibt es Dutzende Schnellimbisse, Ramen- und Curry-Lokale, Bistros, Restaurants und Dailys.
Sicherheit – In Japan ist es eher wahrscheinlicher einer Naturkatastrophe zum Ofer zu fallen, als einem Verbrechen. Die Polizei (nicht vergleichbar mit den österr. Gfrasta) ist überall präsent und Hilft tatsächlich den orientierungslosen Menschen (meistens Ausländer), sich zurechtzufinden.
Flyer - Bei fast allen Flyern ist eine kleine Packung Taschentücher dazugeheftet. Obwohl diese sehr dünn sind, ist das recht praktisch.
Cons
Übertriebene Freundlichkeit – Beim Einkaufen wird man in den Geschäften 50 Mal begrüßt und die Verkäufer verfolgen einen regelrecht damit man ja kein “Sonderangebot” übersieht oder eine Frage zu eine Produkt offen bleibt. Auch auf der Straße, wenn man jemandem ausweicht, wird natürlich verbeugt und bedankt.
Hektik – Ist mir sehr in den Zügen aufgefallen. Kaum öffnen sich die Wagontüren, wird man regelrecht in den Zug gedrängt. Sitzplätze sind innerhalb von Sekunden vergeben. Die Ampelzeiten sind für Europäer viel zu kurz. Kaum schaltet die Fußgängerampel auf Rot – schon wird man von den Autos totgehupt.
Enge – Alles sehr dicht zusammengedrängt und winzig. Wohnungen und Geschäfte auf minimalem Raum, damit man ja keinen Verkäufer entkommen kann. Gehsteige auch sehr minimalistisch.
Verpackungswahn – Alles ist mindestens fünf Mal verpackt. Erzeugt viel Müll und ist umständlich, schaut dafür aber schön aus.
Dimensionen – Man braucht Stunden um selbst einen kleinen Stadtteil zu erkunden.
Währung – Scheine erst ab 1.000 Yen (6,5 €). Darunter haufenweise Kleingeld. Damit die Münzen nicht allzu schwer werden, haben sie in der Mitte ein Loch.
Gebäudewerbung – Nichts für Epileptiker und Ökofritzen
Taschentücher - Sehr, sehr dünn. Da kann ich mir gleich in die Hand schneuzen.